Der Verein - Musikschule Eppingen e.V.

30 Jahre Jugendmusikschule Eppingen – eine kleine Chronik

JMS Eppingen e.V.
JMS Eppingen e.V.


Am 1.12.1978 trafen sich in der alten Gewerbeschule in der Ludwig-Zorn-Straße, dem heutigen Sitz der Jugendmusikschule, 35 Personen zur Gründung der JMS Eppingen e.V., darunter auch Vertreter der Gemeinden Eppingen und Gemmingen. Schon 3 Jahre zuvor hatte die Jugendmusikschule Bretten zunächst im Ortsteil Rohrbach, später auch in Eppingen, den Musikunterricht aufgenommen.

 
 

1978 wurde „uns Eppingern“ aber die „rote Karte gezeigt“, denn:

  • der Landkreis Heilbronn zahlte für die Eppinger Schüler einen viel geringeren Zuschuss an die JMS Bretten als der Landkreis Karlsruhe
  • es gab Probleme mit der JMS Bretten wegen der Fortführung des angefangenen Unterrichts durch die bisherigen Lehrer
  • die Geldforderungen der JMS Bretten für Schulleitung und Verwaltung erschienen uns
    viel zu hoch.

Die Stadt Eppingen als schulische Mittelpunktgemeinde betrieb nun auf Drängen vieler Eltern die Gründung einer eigenen Musikschule. Die Frage war nur, ob es eine städtische Einrichtung werden sollte, wie in fast allen Gemeinden im Umland, z.B. in Bretten, Heilbronn, Neckarsulm, Lauffen, Öhringen, oder aber eine von einem Trägerverein getragene Musikschule („Vereinsschule“)?

Angesichts ihrer schwierigen Haushaltslage vertraute die Stadt Eppingen auf einen eingetragenen Verein („e.V.“). Die Basis dieses Vereins bestand aus engagierten Eltern mit kräftiger Unterstützung durch die Stadt.

Der erste gewählte Vorstand des Vereins setzte sich wie folgt zusammen:

  • Erster Vorsitzender:  Karl Jürgen Haug
  • stellvertr. Vorsitzende: Brigitte Hilker
  • Schriftführer: Heinrich Vogel
  • Kassier: Karin Boie
  • Beisitzer:
    Wolfgang Katzer (musikalischer Berater)
    Hartmut Weiß (juristischer Berater)
    Anton Kraus (Vertreter der Stadt Eppingen)
    Hans Wertheimer (Vertreter der Gemeinde Gemmingen)
    Wilhelm Schwab (Vertreter der Gemeinde Ittlingen)
  • Schulleiterin: Sabine Vogel (ab Sommer 1979)

Der Beginn war nicht einfach. Es wurden Schüler aus den Ortsteilen und den Gemeinden gesucht, und für diese benötigte man Lehrkräfte. Bereits im März 1979 besuchten jedoch schon 149 Schüler die Jugendmusikschule Eppingen.

 

Unterrichtsräume in allen Gemeinden und Ortsteilen, in denen die Schülerzahl für eine Unterrichtseinheit ausreichte, waren notwendig. Schulen und Kindergärten stellten diese kostenlos zur Verfügung. Ab 1980 konnte die JMSE im Dachgeschoss der Alten Gewerbeschule in der Ludwig-Zorn-Straße den Unterricht aufnehmen.

Die Trennung von der JMS Bretten wurde aus finanziellen Gründen notwendig. Eine eigenständige Satzung und Gebührenordnung musste geschaffen werden. Durch Beteiligung an den Altstadtfesten in den Jahren 1979, 1981 und 1984 mit einem eigenen Stand (im Hof der Familie Gern) präsentierte sich die JMSE der Öffentlichkeit. Hierbei wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt, für die Kinder gab es Spiele.

Musikalische Auftritte von Schülern und Lehrern der JMSE für Eltern und Freunde der Schule nahmen beständig zu. Auch warb man um neue Mitglieder für den Verein, 1979 waren es bereits 100.

Die ständige Aufwärtsentwicklung der Schule belegen die nachfolgenden Zahlen:

Jahr Schüler Lehrer Wochenstunden Haushaltsvolumen
1979 149 7 17 61.168 DM
1984 390 27 155 251.56 DM
1989 534 26 228 416.709 DM
1994 697 33 391 735.254 DM
1999 904 36 457 900.989 DM
2004 908 38 492 544.351 EUR
2005 889 39 478 573.945 EUR

Im Sommer 1987 wurde die JMSE Mitglied im Verband deutscher Musikschulen (VdM). Die Musikschüler kamen zum größten Teil aus der Stadt Eppingen (mit Teilorten), aus Gemmingen, Kirchardt, Ittlingen und verschiedenen weiteren Gemeinden. Das beliebteste Instrument war die Blockflöte. Dann folgten Klavier, Gitarre, Violine und Viola, Querflöte, Akkordeon, Trompete, Klarinette, Saxophon und Violoncello. Gruppenunterricht und Unterricht in Musikalischer Früherziehung stärkten die finanzielle Situation der JMS. Der Einzelunterricht in den Instrumentalfächern nahm jedoch zu und bereitete dem Schulhaushalt Probleme.

Ab 1990 erhöhten die Stadt Eppingen und die Gemeinden Gemmingen, Ittlingen, Kirchardt, Sulzfeld und Zaberfeld die Schülerzuschüsse. Anfänglich waren es 60 DM (1979), dann 75 DM (1987) und ab 1990 100 DM pro Schüler und Jahr. Dass die Unterrichtsgebühren der JMSE viel günstiger waren im Vergleich zu städtischen Musikschulen, lag vorrangig an der Tatsache, dass die Lehrkräfte nach gehaltenen Unterrichtsstunden bezahlt wurden ohne soziale Absicherung.

Sabine Vogel, die mit großem Engagement ihre ganze Kraft und Liebe für den Aufbau und Fortschritt der Schule einsetzte, musste leider zum Sommer 1989 aus persönlichen Gründen als Schulleiterin aufhören, was allgemein und ganz besonders vom Vorstand sehr bedauert wurde. Im Juni 1986 war ganz unerwartet die sehr geschätzte, zuverlässige Geschäftsführerin Karin Boie verstorben. Ihre Aufgaben übernahm zunächst Doris Kaufmann, unter Umstellung auf EDV, und im Schuljahr 1988/89 dann Gertrud Neureuther. Im August 1989 bekam Christa Humpfer eine feste Anstellung als neue Geschäftsführerin der JMSE. 1987 wurde der 1. Vorsitzende, Karl Jürgen Haug, von Gustav Lempe abgelöst. 1993 trat der Schriftführer Heinrich Vogel zurück. Für ein Jahr übernahm dieses Amt Rosmarie Weil, bis diese Aufgabe der Geschäftsführerin übertragen wurde.

Die Zusammenarbeit mit den Musikvereinen war zunächst nicht ganz problemlos, da sie z. T. in der JMSE eine Konkurrenz sahen, obwohl diese von Anfang an Ausbildungspartner sein wollte, um den Musikernachwuchs zu sichern. Diese Situation hat sich im laufe der Jahre deutlich verbessert. Vom Januar 1990 bis Juli 1997 leitete Dieter Hans die Schule. Für die Zusammenarbeit mit den Musikvereinen war dies ein Fortschritt, da Dieter Hans Unterricht im Blechbläserbereich erteilte, Musikvereine als Dirigent betreute und als Schulmusiker umfangreiche Erfahrungen besaß.
Nur sehr schleppend konnte das Schulraumproblem insbesondere in Eppingen gelöst werden. Die Alte Gewerbeschule war wegen ihrer zentralen Lage eigentlich ideal. Polizei, Krauchgauschule, Modellflieger und DLRG benötigten jedoch ebenfalls Räume. Klavierunterricht wurde in den ersten Schuljahren von Annelie Katzer zu Hause gegeben. Nach und nach wurden weitere Unterrichtsräume für die JMSE zur Verfügung gestellt.  Schallisolierungen zwischen den Räumen waren notwendig.

Schülervorspiele, wenigstens einmal pro Jahr, und Lehrerkonzerte sorgten bei vielen Gelegenheiten für Anerkennung und spornten für Auftritte an. Erlöse aus den Altstadtfesten, Spenden vom Musikschulfest 1984 sowie dem 10. Jubiläum 1989 ermöglichten den Kauf verschiedener Instrumente, so auch des Konzertflügels, der gemeinsam mit dem Gymnasium Eppingen angeschafft werden konnte. Mit Hertha Beysel, die ihre Wohnung direkt neben der JMS hatte, war die JMS sehr verbunden. Jahrelang unterrichtete sie die Schüler im Fach Violine in ihrer Wohnung. Mit einer großherzigen Spende ermöglichte sie der JMSE den Kauf eines Klaviers. 1982 wurde sie zum Ehrenmitglied ernannt. Aus dieser Wohnung, Ludwig-Zorn-Straße 14, sind im September 2003 herrliche Büro- und Unterrichtsräume für die JMSE entstanden. Der Stadt Eppingen gilt großer Dank für die gelungene Instandsetzung.

Nach dem Ausscheiden von Dieter Hans übernahm Ewa Hadrys, seit 1983 als Lehrerin an der JMSE, im Januar 1998 die Schulleitung. Ihr großes Engagement gilt der Weiterentwicklung der Musikschule und ihres Ansehens in der Bevölkerung. Durch Kontakte zu zahlreichen Sponsoren und Freunden der Musik konnte sie für die JMSE u. a. zwei neue Klaviere erwerben. Das Hohe Niveau des Lehrerkollegiums ist bei den unterschiedlichsten Auftritten der Schüler und Lehrer spürbar.

Die Jugendmusikschule Eppingen hat sich in den letzten 25 Jahren sehr positiv entwickelt und bewährt.

  • Durch Solidität – beiden Finanzen wie auch beim Unterricht
  • Durch Kontinuität – auch in der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Schule und Gemeinden
  • Durch Teamgeist – im Vorstand und bei den Lehrern

Karl Jürgen Haug und weitere Gründungsmitglieder (ergänzt durch Christa Humpfer und Ewa Hadrys)

Anlässlich des 25. Jubiläums wurde der Verein umgetauft und erhielt ein neues Logo.

Um der Tatsache gerecht zu werden, dass immer mehr Erwachsene Freude am Musikunterricht entdecken, änderte man im Jahr 2004 den Namen in:

MusE e.V.
Musikschule Eppingen

 

MusE heute

Im Jahr 2019 werden an der Musikschule Eppingen ca. 750 Schüler regulär unterrichtet.

In den Ensembles musizieren aktuell ca. 40 Schüler.

Hinzu kommt eine ständig wachsende Zahl von Erwachsenen im Flexiunterricht.

Um die Ausbildung der „MusEnschüler“ kümmern sich 36 Lehrer.

MuSE Logo 2016
 
 

Aktuelles

Volksbank Kraichgau spendet Unterrichtsgutscheine

Volksbank Kraichgau spendet 100 Gutscheine

Eine Pandemie erlebte die inzwischen 41-jährige Musikschule zum ersten Mal. Nach mehreren Wochen der absoluten Stille im Haus der Musik in der Ludwig-Zorn-Str. 16 gelang es nach und nach, beinahe alle Unterrichtsarten wieder zu aktivieren. Veranstaltungen, wie Konzerte oder Instrumentenvorstellungen für Schüler und Eltern sind jedoch nach wie vor nicht durchführbar. Auch der Tag der offenen Tür fiel im Schuljahr 2019/2020 den Corona-Einschränkungen zum Opfer. Um dennoch eine neue Schüler-generation anzulocken, entstand im Leitungsteam der MusE eine Idee, Gutscheine für Probestunden zu verschenken. Ein starker Partner, der die finanzielle Grundlage für dieses Projekt bot, war schnell gefunden. "Wir möchten mit dieser Unterstützung zum einen die Musikschule Eppingen in diesen schwierigen Zeiten unterstützen und zum anderen in erster Linie Kindern und Jugendlichen den ersten Schritt hin zur Musik erleichtern. So haben diese die Möglichkeit, sich einfach ungezwungen musikalisch auszuprobieren. Denn die positive Wirkung von Musik auf Menschen aller Altersgruppen kann niemand leugnen. Sie entspannt, regt an und verbindet Menschen und Kulturen – Musik ist eben die einzige Sprache der Menschheit, für die man kein Wörterbuch benötigt“, erklärt Uwe Volz das Engagement der Bank. Gleichzeitig weist er auf das neue Förderprogramm der Bank hin, bei dem sich Musikvereine und Chöre, die in diesen Zeiten zum Teil erhebliche finanzielle Einbußen zu verkraften haben, um Unterstützung durch die Bank bewerben können. Nähere Infos hierzu auf der Homepage der Volksbank Kraichgau.
Am Montag, dem 27. Juli trafen ich die Ideengeber und der Sponsor zu einem Fototermin im Eppinger Rathaus (v. l. Klaus Holaschke, Carolin Fischer, Adrian Fischer, Simone Körner, Uwe Volz). Oberbürgermeister Holaschke bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung der Volksbank und freute sich über die Solidarität mit der Musikschule Eppingen e. V.
Die Unterrichtsgutscheine können in den Filialen der Volksbank Kraichgau in Eppingen und Umgebung kostenfrei abgeholt werden. Das Verfallsdatum ist der 15 Dezember 2020.

Neue Leitung ab September

Foto: Jonathan Nye/Helge Prang
Foto: Jonathan Nye/Helge Prang

Carolin und Adrian Fischer übernehmen im September 2020 die Leitung der Musikschule Eppingen e. V. Sie treten die Nachfolge von Ewa Hadrys an, die dann nach über 21 erfolgreichen Jahren an der Spitze der städtischen Bildungs- einrichtung in Vereinsträgerschaft in den Ruhestand geht.
Die Eheleute Fischer sind im Sommer vergangenen Jahres mit ihren beiden Kindern von Karlsruhe in den Eppinger Stadtteil Adelshofen gezogen. Das Musikerehepaar, das aus über zehn Bewerbungen ausgewählt worden ist,
wird die MusE gemeinsam leiten.
Die gebürtige Eppingerin, die derzeit als Blockflötistin am Badischen Konservatorium Karsruhe pädagogisch tätig ist, absolvierte im November 2019 erfolgreich ihr Konzertexamen an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Engagements und Konzerte als Solistin und Kammermusikerin, wie u.a. am "Theater Konstanz", am "ZKM Karlsruhe" oder beim "BRQ Festival" in Finnland mit ihrem "Quartet Revoiced" sind Stationen ihrer künstlerischen Tätigkeit.
Adrian Fischer unterrichtet derzeit an der "Städtischen Musikschule Heilbronn" sowie an der "Jugendmusikschule Unterer Kraichgau e. V." in Bretten.
Sein Klavierstudium begann er mit 16 Jahren als Jungstudent in Darmstadt, welches ihn anschließend an die "Hochschule für Musik Karlsruhe" und die "Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt" führte. Als Liedbegleiter und Pianist des "Gutfreund Klaviertrios" wurde er mehrfach international ausgezeichnet.
Die zwei vielfälfig tätigen Musiker mit einem Bezug zur Fachwerkstadt wollen mit neuen Ideen den Bestand, aber auch die Weiterentwicklung der Einrichtung sichern und das musikslische Leben in der Region aktiv mitgestalten.

Notenspenden gesucht!

Die Eingabe der schuleigenen und gespendeten Noten in das neue Bibliotheksprogramm ist abgeschlossen. Die Lehrer erhalten Verzeichnisse der aktuell vorhandenen Hefte und können die Noten nach Bedarf Schülern zur Verfügung stellen. Das Ausleihen der Noten ist kostenlos. Über eine kleine Spende zur Unterstützung des weiteren Ausbaus der Notenbibliothek freuen sich alle Schüler.
Notenspenden werden weiterhin dankbar angenommen.

Termine

Sommerferien 2020

Vom 30. Juli (Donnerstag) bis zum 13. September (Sonntag) haben wir Sommerferien.
Das Büro der Musikschule ist nur gelegentlich besetzt.
Anfragen werden so schnell, wie mögich beantwortet.

Instrumentenkarussell....

....für Kinder zwischen 5-8 Jahren startet im September. Bei Interesse bitte schnell bei Carolin Fischer (carolin.fischer@musikschule-eppingen.de) melden.

Schülerkonzert Rock-Pop

Am Sonntag, dem 18. Oktober um 17.00 Uhr wird es Zeit für rockige Töne. Pop und Jazz kommen auch nicht zu kurz. Weitere Infos folgen.

Lehrerkonzert

Das beliebte Lehrerkonzert findet am Sonntag, dem 15. November um 17.00 Uhr statt. Einzelheiten folgen.

 
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